Stell dir vor, es ist Revolution, und alle schlafen noch
Es war ein schnarchiger Erster Mai. Die PARTEI Franken hatte hohen Besuch aus Ingolstadt und Dank des Krüppel-Bonus auch Bier von anfang an - in Glasflaschen. Das konnte auch ein Trupp Cops nicht verhindern, der versuchte, jeden nach Gostenhof Einlaufenden zu filzen. Mit unserem Generalsekretär - der auch bereits Videomaterial online gestellt hat (s.u.) - und einem FCB-Fahne schwenkenden Rollstuhlfahrer mischten wir die Demo (natürlich die autonome, nicht die etablierte, falls das jemand noch nicht verstanden haben sollte) auf, getreu dem Motto: “Die PARTEI - Lärmbelästigung ist unser Auftrag!”.
Wir boykottierten die letzten Meter der Demo und sicherten uns schonmal einen Biertisch auf dem Sraßenfest; der Rollstuhl leistete dann auch als Biermissions-Fahrzeug gute Dienste. Die Ingolstädter Delegation verabschiedete sich; es brannten ein paar Mülltonnen; ein Straßenschild wurde schwer beschädigt; und das war der Erste Mai.
Ein Seitenhieb noch auf die jungen Spießer von der SDAJ: Ich suchte deren Stand auf, um ihnen - wie zuvor bereits zahllosen Passanten und einigen Bullen, von denen manche dankend ablehnten, die meisten mich ignorierten und einer zugriff - Hintner-Jugend-Flyer aufzuschwatzen. Das fand man da nicht lustig. In deren Fußvolk mit Migrationshintergrund (FVM) ist historische Bildung auch nicht sonderlich verbreitet - so hielt man die Fraktur-Überschrift für nazistisch, offenbar in völliger Unkenntnis des Normalschrifterlasses (http://de.wikipedia.org/wiki/Antiqua-Fraktur-Streit#Normal-Schrift).
Fotos by Simon P.
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[...] Klar, dass man etwas dagegen hat, wenn sich ein Prominenter gegen die Staatsgewalt wendet. Selbst, wenn er damit u.U. Recht hat (denn inhaltlich geht man ja auf Thierses Position nicht ein – nur die Unrechtmäßigkeit der Handlung wird kritisiert). Zu meiner Meinung zum langweiligsten Ersten Mai meiner Erinnerung siehe das PARTEI-Blog. [...]
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