Stell dir vor, es ist Revolution, und alle schlafen noch

Mai 2, 2010 in nürnberg, unser kampf

1. mai in nürnberg

Es war ein schnarchiger Erster Mai. Die PARTEI Franken hatte hohen Besuch aus Ingolstadt und Dank des Krüppel-Bonus auch Bier von anfang an - in Glasflaschen. Das konnte auch ein Trupp Cops nicht verhindern, der versuchte, jeden nach Gostenhof Einlaufenden zu filzen. Mit unserem Generalsekretär - der auch bereits Videomaterial online gestellt hat (s.u.) - und einem FCB-Fahne schwenkenden Rollstuhlfahrer mischten wir die Demo (natürlich die autonome, nicht die etablierte, falls das jemand noch nicht verstanden haben sollte) auf, getreu dem Motto: “Die PARTEI - Lärmbelästigung ist unser Auftrag!”.

Wir boykottierten die letzten Meter der Demo und sicherten uns schonmal einen Biertisch auf dem Sraßenfest; der Rollstuhl leistete dann auch als Biermissions-Fahrzeug gute Dienste. Die Ingolstädter Delegation verabschiedete sich; es brannten ein paar Mülltonnen; ein Straßenschild wurde schwer beschädigt; und das war der Erste Mai.

Ein Seitenhieb noch auf die jungen Spießer von der SDAJ: Ich suchte deren Stand auf, um ihnen - wie zuvor bereits zahllosen Passanten und einigen Bullen, von denen manche dankend ablehnten, die meisten mich ignorierten und einer zugriff - Hintner-Jugend-Flyer aufzuschwatzen. Das fand man da nicht lustig. In deren Fußvolk mit Migrationshintergrund (FVM) ist historische Bildung auch nicht sonderlich verbreitet - so hielt man die Fraktur-Überschrift für nazistisch, offenbar in völliger Unkenntnis des Normalschrifterlasses (http://de.wikipedia.org/wiki/Antiqua-Fraktur-Streit#Normal-Schrift).

Fotos by Simon P.

 

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[...] Klar, dass man etwas dagegen hat, wenn sich ein Prominenter gegen die Staatsgewalt wendet. Selbst, wenn er damit u.U. Recht hat (denn inhaltlich geht man ja auf Thierses Position nicht ein – nur die Unrechtmäßigkeit der Handlung wird kritisiert). Zu meiner Meinung zum langweiligsten Ersten Mai meiner Erinnerung siehe das PARTEI-Blog. [...]

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